BBV vom 27.08.2026 – Rund 500 Pilger nehmen an Fußprozession teil
Neben dem gemeinsamen Pilgern prägten Ehrungen langjähriger Teilnehmer, eine Spendensammlung für das „Offene Ohr“ und organisatorische Änderungen auf dem Rückweg die diesjährige Fußprozession nach Kevelaer.

Neben dem gemeinsamen Pilgern prägten Ehrungen langjähriger Teilnehmer, eine Spendensammlung für das „Offene Ohr“ und organisatorische Änderungen auf dem Rückweg die diesjährige Fußprozession nach Kevelaer.
BocholtRund 500 Pilger haben am Wochenende an der 293. Fußprozession von Bocholt nach Kevelaer teilgenommen. Die Wallfahrt stand unter dem Motto „Raum geben!“. Die geistliche Leiterin Claudia Schmeing, Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Georg, hatte das Thema mit mehreren Mitstreitern vorbereitet, teilt Ludger Mertens, Schriftführer der Fußprozession Bocholt-Kevelaer mit. Als Symbol diente ein Ring, den die Pilger bei der Bußandacht am Mittwoch vor der Wallfahrt erhalten hatten. Das Thema griffen die Verantwortlichen später in Gottesdiensten und Predigtgesprächen auf.
Am Samstag machten sich zunächst etwa 370 Pilger von Bocholt aus auf den Weg. Im Tagesverlauf kamen weitere Teilnehmer hinzu. Vor allem in Empel und Marienbaum schlossen sich Pilger der Prozession an. Dadurch erhöhte sich die Teilnehmerzahl auf rund 500. Wie der Vorstand der Fußprozession Bocholt-Kevelaer mitteilt, lag die Zahl damit auf dem Niveau der vergangenen Jahre nach der Corona-Pandemie.
Die drei Wallfahrtstage verliefen weitgehend ohne Regen. Lediglich bei Rees geriet die zweite Gruppe am Samstag in einen kurzen Schauer. Beim Start am Samstag und Montag lagen die Temperaturen im einstelligen Bereich. Am Samstag stiegen sie auf bis zu 19 Grad, am Montag auf etwa 23 Grad. Die Sonne ließ die gefühlten Temperaturen im Tagesverlauf zusätzlich steigen. Jacken, die viele Pilger beim Start noch trugen, wurden deshalb später nicht mehr benötigt.
Am Sonntag gestaltete der Kirchenchor Herz-Jesu die Pilgermesse in Kevelaer musikalisch mit. Bei der Pilgerandacht wurden zudem langjährige Teilnehmer geehrt. Bernhard Wülfert nahm zum 60. Mal an der Wallfahrt teil. Für jeweils 50 Jahre Pilgerschaft wurden Olaf Sobek, Astrid Kemper, Ludger Schilderink, Maria Wülfert, Schriftführer Ludger Mertens und der erste Vorsitzende Alfons Schmeink geehrt. Seit jeweils 25 Jahren nehmen Gerhard Fliß, Mechtild Meteling, Beate Donges, Maria Kolks und die frühere geistliche Leiterin Anja Daut an der Wallfahrt teil. Robert Schmeinck und Franz Schmeink wurden für jeweils 25 Jahre Mitarbeit im Vorstand ausgezeichnet. Auf dem Rückweg von Kevelaer nach Bocholt waren weniger Teilnehmer unterwegs. Der größte Teil startete bereits in Kevelaer. Im weiteren Verlauf kamen weitere Pilger hinzu. Die Teilnehmerzahl stieg dadurc0h auf 250 bis 300. Damit lag sie bei gut der Hälfte der Zahl vom Samstag. Wegen des Niedrigwassers des Rheins konnten die Pilger am Montag nicht wie vorgesehen mit der Fähre übersetzen. Die Fährfahrt war in den vergangenen Jahren wieder aufgenommen worden. Um die inzwischen gewählte Wegstrecke nicht erneut ändern zu müssen, brachten Busse die Teilnehmer über den Rhein. Eine Spende deckte die Kosten für diesen Transport.
Die Wallfahrt stand auch im Zeichen des Todes des langjährigen ersten Vorsitzenden Bernd te Uhle. Er war plötzlich und unerwartet gestorben. Die Pilger gedachten seiner in den Gottesdiensten. Bei der Wallfahrt wurde zudem für die Anlaufstelle „Offenes Ohr“ gesammelt. Die Kollekte am Kreuzweg in Kevelaer und die Kollekten bei der Pilgermesse am Freitag in St. Georg erbrachten zusammen 1750 Euro. Die Sammlung in St. Georg gab auch Pilgern und früheren Teilnehmern eine Möglichkeit zur Spende, die am Sonntag nicht am Kreuzweg in Kevelaer teilnehmen konnten.
Das „Offene Ohr“ ist eine Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Die Pfarrcaritas Liebfrauen betreibt sie in Kooperation mit den beiden anderen Bocholter Pfarreien. Bereits am Dienstag nach der Wallfahrt wurde das Geld übergeben. Elisabeth Weiss, Initiatorin des „Offenen Ohres“, nahm den Scheck über 1750 Euro entgegen.
Quelle: BBV vom 27.08.2026
Autorin: Christiane Cekoll